Digitales Selbstbewertungstool zur Bereitschaft für die sozial verantwortliche öffentliche Beschaffung (Social Public Procurement – SPP)
Das Digitale Selbstbewertungstool zur Bereitschaft für die sozial verantwortliche öffentliche Beschaffung (SPP) wurde im Rahmen der Deal4Good-Initiative entwickelt, um Expertinnen und Experten für soziale Beschaffung (Social Procurement Experts – SPEs) dabei zu unterstützen, die Bereitschaft von Sozialunternehmen (Social Enterprises – SEs) sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) für eine erfolgreiche Teilnahme an der sozial verantwortlichen öffentlichen Beschaffung (SPP) zu bewerten.
Die sozial verantwortliche öffentliche Beschaffung bietet Organisationen bedeutende Möglichkeiten, durch öffentliche Aufträge einen positiven gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Der Wettbewerb um öffentliche Ausschreibungen erfordert jedoch mehr als nur eine starke soziale Mission. Organisationen müssen zudem ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen, die rechtlichen Rahmenbedingungen des Vergaberechts verstehen, qualitativ hochwertige Angebote erstellen, Verträge professionell verwalten und den von ihnen geschaffenen sozialen Mehrwert messbar machen.
Die Bewertung bietet einen strukturierten und evidenzbasierten Rahmen, der dabei hilft, organisatorische Stärken, Kompetenzlücken und Entwicklungspotenziale zu identifizieren. Die Ergebnisse ermöglichen es den SPEs, Beratungs- und Kapazitätsaufbaumaßnahmen gezielt anzupassen, und unterstützen Unternehmen dabei, ihren aktuellen Vorbereitungsstand zu verstehen und Verbesserungsmaßnahmen zu priorisieren.
Die Bewertung umfasst fünf zentrale Dimensionen:
Organisatorische Kapazität und wirtschaftliche Tragfähigkeit – Bewertet die internen Kompetenzen der Organisation, ihre Governance-Strukturen, operative Leistungsfähigkeit, finanzielle Nachhaltigkeit sowie ihre Fähigkeit, wirtschaftliche Ziele mit ihrer sozialen Mission in Einklang zu bringen.
Kenntnisse der rechtlichen und regulatorischen Anforderungen sowie der Compliance – Bewertet das Verständnis der Vorschriften zur öffentlichen Auftragsvergabe, der Compliance-Anforderungen, der Vergabeverfahren sowie der Integration sozialer Kriterien in Ausschreibungsprozesse.
Angebotserstellung und Vertragsmanagement – Misst die Fähigkeit der Organisation, Ausschreibungsmöglichkeiten zu identifizieren, wettbewerbsfähige Angebote zu erstellen, vergebene Aufträge erfolgreich zu verwalten und vertragliche Verpflichtungen zuverlässig zu erfüllen.
Bewertung und Monitoring der sozialen Wirkung – Untersucht die Fähigkeit, soziale Wirkungen zu definieren, zu messen, zu überwachen und zu kommunizieren sowie den durch Beschaffungsaktivitäten geschaffenen gesellschaftlichen Mehrwert nachzuweisen.
Netzwerke und kooperative Partnerschaften – Bewertet die Bereitschaft, mit öffentlichen Auftraggebern zusammenzuarbeiten, strategische Partnerschaften aufzubauen, an gemeinsamen Ausschreibungen teilzunehmen und Beschaffungsnetzwerke zu stärken.
Durch die Durchführung dieser Bewertung erhalten Expertinnen und Experten sowie Unternehmen wertvolle Erkenntnisse, um ihre Kompetenzen gezielt weiterzuentwickeln, die Zusammenarbeit zu stärken und ihre Erfolgschancen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge mit nachhaltiger sozialer Wirkung zu erhöhen.
Sie können das Tool jetzt über folgenden Link nutzen: https://form.jotform.com/260752341750049